Angelika Kaufmann Museum

 

Öffnungszeiten:

30. April bis 26. Oktober 2017

Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
(während der Schubertiade täglich geöffnet)

Um die großherzige und große Tochter Schwarzenbergs gebührend zu ehren, wurde 2007 das Angelika Kauffmann Museum gegründet. Hier sind seither jährliche Wechselausstellungen mit vielen, oft noch nie öffentlich gezeigten Exponaten zu sehen.

Angelika Kauffmann: Wunderkind – Künstlerin – Pionierin

Angelika Kauffmann war eine große Frau. Eine Frau, die in ihrer Zeit lebte und dennoch ihrer Zeit weit voraus war. Sie war Pionierin, eine Individualistin, eine mondäne Künstlerin von internationalem Format. Sie war eine Frau, in deren Atelier die Kunstwelt aus und ein ging. Und sie war eine große Tochter Schwarzenbergs.

Ihr Vater Johann Joseph Kauffmann entstammte einer wenig begüterten Schwarzenberger Familie. Der Kunst- und Kirchenmaler führte die 1741 geborene Angelika früh in die Technik der Malerei ein. Schon mit 16 Jahren erhielt das Mädchen die ersten Portrait- und Freskoaufträge. Die Apostelfresken in der Barockkirche in Schwarzenberg stammen aus jenen Tagen. Während ihrer Bildungsjahre in Italien wurde sie Ehrenmitglied in den Akademien von Bologna und Florenz und schließlich sogar der Accademia di San Luca in Rom. Ihr Englandaufenthalt von 1766 bis 1781 markiert einen weiteren Höhepunkt ihrer internationalen Wertschätzung. Obwohl Ausländerin, obwohl Frau: Angelika Kauffmann war Gründungsmitglied und erstes weibliches Mitglied der Royal Academy of Arts. Die junge Künstlerin war bereits damals in der Historienmalerei Englands führe

Nach ihrer Hochzeit mit dem venezianischen Vedutenmaler Antonio Zucchi kehrte die erfolgreiche und vermögende Frau 1728 nach Rom zurück. Bis zu ihrem Lebensende im Jahr 1807 unterhielt sie ein Atelier nahe der Trinità dei Monti. Ein gern besuchter Treffpunkt von Künstlern, Gelehrten und internationalen Geistesgrößen. Männer wie Winckelmann, Klopstock, Goethe, Herder und viele andere schätzten Angelika Kauffmann aufgrund ihres Talents, ihres Könnens, ihrer Bildung und ihrer geselligen Liebenswürdigkeit. Trotz ihrer Berühmtheit blieb sie bescheiden und ihrer Heimat Schwarzenberg stets verbunden. Das beweisen ein reger Briefwechsel, ihre großzügige Hilfsbereitschaft für Bedürftige in ihrer Heimat, zahlreichen Schenkungen von Gemälden an die Gemeinde und auch ihr Vermächtnis. Ein Großteil ihres beträchtlichen Erbes ging nach Schwarzenberg.